Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum (ELR) – Wir lassen die Zukunft im Dorf!

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Mit dem Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum (ELR) bietet das Land Baden-Württemberg ein umfassendes Förderangebot für die Entwicklung ländlich geprägter Dörfer und Gemeinden. Für das Jahr 2020 stellte das Land 90 Millionen Euro an Fördermitteln zur Verfügung, davon flossen rund 2,8 Millionen Euro in den Landkreis Lörrach.
Ziel der Förderung sind der Erhalt und die Stärkung der Ortskerne einschließlich Siedlungsgebiete der 60er Jahre im ländlichen Raum. Gefördert werden Projekte, die lebendige Ortskerne erhalten, zeitgemäßes Wohnen und Arbeiten ermöglichen, eine wohnortnahe Versorgung mit Waren und Dienstleistungen sichern sowie zukunftsfähige Arbeitsplätze schaffen.
Ein Förderschwerpunkt bildet der Bereich Wohnen, hier können bis zu 35% Förderung erhalten werden. Der beigelegte Flyer informiert Sie ausführlich über Ihre persönlichen Fördermöglichkeiten!

Da eine Vielzahl an Projekten einen Beitrag zur integrierten Strukturentwicklung leisten kann, ist das Förderspektrum im ELR sehr breit.

Im Förderschwerpunkt Innenentwicklung/Wohnen werden Scheunen in Wohnraum umgewandelt, alte Häuser umfassend modernisiert, Wohnraum durch Aufstockungen oder Anbauten erweitert oder leerstehende Gebäude wie alte Schulen zu Wohnungen umgebaut.
Das ELR fördert zeitgemäßen Wohnraum im Innenbereich der Gemeinden, da eine gelungene Innenentwicklung den Gemeinden nachhaltige Stärke ermöglicht. Durch den verminderten Flächenverbrauch im Außenbereich ist dies auch ein ökologischer Pluspunkt. Gefördert wird im Einzelnen:

Umnutzung vorhandener Bausubstanz
- Das Gebäude bleibt in seinem Bestand erhalten. Gauben dürfen angebaut werden.
- z.B. ehemaliger Heustock oder Scheune
- Förderung: 30 %, max. 50.000 Euro pro Wohneinheit, max. 100.000 Euro pro Vorhaben

Umfassende Modernisierung
- Anpassung einer bereits bestehenden Wohnung an zeitgemäße Wohnverhältnisse (u.a. verbesserter Wärmeschutz).
- Mindestens 3 Gewerke müssen betroffen sein
- Es muss sich um abgeschlossene Wohneinheiten mit Dauerwohnung handeln.
- Förderung: 30%, max. 20.000 Euro pro Wohneinheit, max. 100.000 Euro pro Vorhaben

Neubauten in Baulücken
- Ausschließlich die Eigennutzung ist förderfähig.
- Förderung: 30%, max. 20.000 Euro pro Wohneinheit, max. 100.000 Euro pro Vorhaben

Aufstockungen, Umbauten
- Abriss und Neuaufbau des Dachgeschosses bzw. Aufsetzen eines weiteren Stockwerks.
- Ausschließlich die Eigennutzung ist förderfähig.
- Förderung: 30%, max. 20.000 Euro pro Wohneinheit, max. 100.000 Euro pro Vorhaben
 

Der Förderschwerpunkt Grundversorgung hat weiterhin hohe Priorität. Projekte aus diesem Förderschwerpunkt erhalten einen Fördervorrang. Vor allem Dorfläden, Dorfgaststätten, Metzgereien und Bäckereien sind wichtige Einrichtungen zur Grundversorgung. Zur Grundversorgung können auch Ärzte, Physiotherapeuten und Handwerksbetriebe zählen. Aufgrund der Bedeutung der Grundversorgung für den Ländlichen Raum ist die räumliche Abgrenzung nach Nr. 4.1 ELR bzgl. des Förderschwerpunkts Grundversorgung analog dem Förderschwerpunkt Arbeiten erweitert. Gerade im Hinblick auf das Altern der Bevölkerung ist das breite Angebot vor Ort wichtig.

Sonderlinie Dorfgastronomie
Mit dem Programmjahr 2020 wurde die Sonderlinie Dorfgastronomie neu in das ELR eingeführt. Aktuell beschäftigen die zahlreichen Schließungen von Gaststätten sowie die fehlenden Einkaufsmöglichkeiten viele Gemeinden und Bürger. Mit der Sonderlinie, die auch im Jahresprogramm 2021 gilt, sollen gastronomische Betriebe im Ländlichen Raum noch stärker als bisher bei erforderlichen Investitionen unterstützt werden, denn die Gastronomie dient besonders im Ländlichen Raum nicht nur der Versorgung und Verpflegung der Bevölkerung, sondern ist für die Menschen vor Ort auch wichtiger Treffpunkt für gesellschaftliche und kulturelle Veranstaltungen. Dorfgasthäuser sind ein Kulturgut, das erhalten werden muss. Sie stärken die Lebensqualität und Vitalität der Dörfer.
 

Im Förderschwerpunkt Gemeinschaftseinrichtung stehen Dorfgemeinschaftshäuser, Mehrgenerationenspielplätze oder auch die Zusammenlegung von mehreren Einrichtungen im Fokus. Gern besuchte Treffpunkte sind essentiell für das Miteinander.
 

Im Förderschwerpunkt Arbeiten soll vorrangig die Entflechtung störender Gemengelagen im Ortskern gefördert werden, zum Beispiel die Verlagerung eines emissionsstarken Betriebs in das nahegelegene Gewerbegebiet. Die frei werdende innerörtliche Fläche kann dann anschließend einer nachbarschaftsverträglichen Nachnutzung zugeführt werden. Außerdem sollen in Unternehmen bis 100 Beschäftigten zukunftsfähige Arbeitsplätze gesichert bzw. geschaffen werden. Der Ländliche Raum in Baden-Württemberg soll auch weiterhin wirtschaftlich stark bleiben.

Das Jahresprogramm 2021 ist veröffentlicht und kann unter https://mlr.baden-wuerttemberg.de/fileadmin/redaktion/m-mlr/intern/dateien/PDFs/L%C3%A4ndlicher_Raum/2020-05-22_elr-ausschr-jahrprogramm-2021-final.pdf abgerufen werden.
Die Fördersätze können der Verwaltungsvorschrift des MLR entnommen werden. Diese ist unter https://mlr.baden-wuerttemberg.de/fileadmin/redaktion/m-mlr/intern/dateien/PDFs/L%C3%A4ndlicher_Raum/ELR_Verwaltungsvorschrift_2016.pdf veröffentlicht. Bei überwiegendem Einsatz nachwachsender Rohstoffe, wie z.B. Holz, kann in allen genannten Bereichen ein um 5% höherer Fördersatz gewährt werden.

Der Gemeindeverwaltungsverband Schönau im Schwarzwald wurde als eine von insgesamt 7 Gemeinden vom Land Baden-Württemberg als weitere ELR-Schwerpunktgemeinde anerkannt. Das Fördervolumen beträgt 2,5 Mio. Euro. Davon entfallen 50% auf den Förderschwerpunkt „Wohnen“. Im Anerkennungszeitraum 2020 bis 2024 können somit 1,25 Mio. Euro an Fördergeldern in private und kommunale Wohnbauprojekte in den Gemeinden Aitern, Böllen, Fröhnd, Schönau im Schwarzwald, Schönenberg, Tunau, Utzenfeld, Wembach und Wieden fließen. Die Anträge für das Projektjahr 2020 sind gestellt und diese Förderperiode ist geschlossen. Für das Projektjahr 2021 können jedoch Förderanträge gestellt werden.
Weitere Informationen über das ELR-Förderprogramm sowie das Antragsverfahren erhalten Sie unter: https://www.loerrach-landkreis.de/de/Leben-im-Landkreis/Wirtschaft/Foerderprogramme und unter https://rp.baden-wuerttemberg.de/Themen/Land/ELR/Seiten/ELR-Antragstellung.aspx

Haben Sie Interesse? Dann sprechen Sie die Verwaltung frühzeitig an!
Es wird dringend empfohlen, die Vorhaben vor der Antragstellung mit der zuständigen Bearbeitungsstelle: Landratsamt Lörrach, Martina Hinrichs, Telefon 07621 410-3010, martina.hinrichs@loerrach-landkreis.de oder Madeline Siebert, Telefon 07621 410-3011, madeline.siebert@loerrach-landkreis.de zu erörtern.
Bitte senden Sie Ihre vollständigen Unterlagen für die Vorprüfung und Beratung digital bis zum 1. August 2020 an Ihre Gemeinde.

Frist für die Abgabe der vollständigen und unterschriebenen Unterlagen in 5-facher Ausfertigung ist der 21. August bei Ihrer Gemeinde.
Ihre Ansprechpartner beim Gemeindeverwaltungsverband Schönau im Schwarzwald sind:
- Gemeinden Aitern, Fröhnd, Schönenberg, Tunau, Utzenfeld, Wembach und Wieden
Meike Schelshorn, Telefon 8204-41, mschelshorn1@schoenau-im-schwarzwald.de
- Gemeinde Böllen und Stadt Schönau im Schwarzwald
Jürgen Stähle, Telefon 8204-40, jstaehle@schoenau-im-schwarzwald.de 

Wichtig:   Eine Doppelförderung mit Mitteln des ELR-Programmes, der Wohnungsbauförderung der Landeskreditbank und Mitteln aus der Städtebauförderung (nur Stadt Schönau im Schwarzwald – Sanierungsgebiet Stadtmitte-Ost) ist nicht möglich. Es sollen nur solche Projekte angemeldet werden, welche auch tatsächlich zur Ausführung kommen. Unvollständige Anträge werden nicht berücksichtigt. Mit der Investition darf erst nach Bewilligung begonnen werden.


Kontakt

Gemeindeverwaltungsverband Schönau im Schwarzwald
Talstraße 22
79677 Schönau im Schwarzwald
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Fax 07673 8204-14

Direkter Kontakt zum Bürgerservice
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